E-Bike unterwegs aufladen

e-bike-akku-laden-unterwegs-1Man ist gerade voller Elan mit dem E-Bike am Weg, doch langsam geht der Saft aus – was nun? Zum Glück ist es mittlerweile möglich, den E-Bike Akku auch unterwegs laden zu können. Welche Möglichkeiten es gibt, den Akku eines E-Bikes zu laden, wenn man gerade auf Achse ist, wo genau so etwas überhaupt geht und was dabei beachtet werden muss, erfahren Sie hier in unserem Ratgeber.

Wo kann ich mein E-Bike laden?

Wer eine lange Tour mit dem elektrischen Fahrrad plant, sollte immer im Hinterkopf behalten, dass der Akku das wahrscheinlich nicht durchhält und zwischendurch einmal neuen Strom tanken muss. Mit einem entsprechenden Ladegerät ausgerüstet kann man den Akku entweder in einem Gasthaus während der Übernachtung oder bei mobilen Ladestationen aufladen.

Der einfachste Weg, das E-Bike unterwegs zu laden, ist sicherlich, sich eine Ladestation zu suchen, die den Akku von E-Bikes mit neuer Lebenskraft versorgt. Manche Stationen sind 24 Stunden und somit und um die Uhr nutzbar, andere befinden sich in öffentlichen Gebäuden und sind von deren Öffnungszeiten abhängig.

Wenn die Route geplant wird, sollte am besten vorab schon nachgeforscht werden, wo es möglich ist, das E-Bike unterwegs aufzuladen. Dafür gibt es diverse Apps, wie den e-Tankstellen Finder, die die nächstgelegene E-Bike Ladestation anzeigen. Alternativ gibt es auch eine App, wo E-Bike Ladestationen in Deutschland, Österreich und der Schweiz angezeigt werden.

E-Bike-Ladestationen: das E-Bike unterwegs laden

Während der letzten Jahre schossen immer mehr Ladesäulen, Ladeboards oder Ladepoints für E-Bikes wie Pilze aus dem Boden. Im Prinzip handelt es sich dabei um nichts anderes als Steckdosen, an denen die E-Bikes unterwegs aufgeladen werden können.

Meist befinden sich die Stellen an Orten mit bestehender Infrastruktur, wie beispielsweise in der Nähe von Restaurants oder Cafés. Auf diese Weise können E-Biker gemütlich etwas essen oder trinken, während das Fahrrad wieder aufgeladen wird. Allerdings sei davor gewarnt, das Bike bei Regen draußen anzustecken und aufladen zu lassen, wenn sich die Station unter freiem Himmel befindet. Die meisten Netzteile sind nämlich wasserempfindlich und könnten so schnell den Geist aufgeben.

Tipp: Nicht vergessen, während des Ladens das Fahrradschloss anzubringen, damit Sie sich auch nach dem Laden noch als E-Bike-Besitzer bezeichnen können. Wer sich währenddessen einen kleinen Imbiss genehmigt, sollte sich trotzdem nicht zu weit von der Station entfernen, um das Fahrrad immer noch im Blick zu haben.

E-Bike Tankstellen aller Art

E-Bike-Ladestationen gibt es in mehreren verschiedenen Bauarten. Von minimalistischen Ladepunkten, die im Prinzip nur aus einer Steckdose bestehen, bis hin zu kombinierten Lösungen mit Fahrradständer, an dem das Bike auch abgestellt werden kann – die Ladestellen sehen recht unterschiedlich aus. Die Stationen, die einen Stellplatz integrieren, sind vor allem für Pendler sehr praktisch. Denn sie sind großflächig genug, dass das Bike bequem während der Arbeit dort geparkt und gleichzeitig aufgeladen werden kann.

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Bike-energy Ladestationen

Als aufmerksamer E-Biker sind sie Ihnen wahrscheinlich schon einmal aufgefallen: die türkis-grünen Ladestationen von bike-energy. Das Besondere der Stationen ist, dass sie die weltweit ersten sind, für die man kein Heimladegerät benötigt! Stattdessen funktionieren sie mit speziellen Ladekabeln, die viel handlicher und leichter sind. Die Kabel können entweder vor Ort ausgeliehen oder selbst gekauft und mitgebracht werden. Dabei sind die Ladekabel sogar wasserdicht, sodass die Fahrräder selbst bei Regenwetter problemlos aufgeladen werden können!

Schließfächer

Manche Tankstellen bestehen aus Schließfächern, in denen der Akku während des Ladevorgangs eingeschlossen werden kann. Der Vorteil: Mit Schlüssel, Pfandschließung oder Codeeingabe wird dafür gesorgt, dass der Akku während der Ladezeit sicher ist. So kann man sich ruhig einmal eine ausgiebigere Pause gönnen und sich ein wenig von der Ladestation entfernen.

E-Bike im Wohnmobil laden

Wenn das E-Bike in den Urlaub mitgenommen wird, kann es auch direkt vom Auto aus mit Strom versorgt werden. Wer den Akku mit der Bordbatterie des Wohnmobils laden will, muss sich aber zuerst einmal Gedanken über deren Kapazität machen. Das heißt: Sollen beispielsweise zwei E-Bikes im Camper geladen werden, braucht die Batterie eine Kapazität von mindestens 96 Ah. Als Faustregel gilt außerdem, dass immer 50% Reserveladung in der Verbraucherbatterie des Wohnmobils bleiben sollten.

E-Bike-Akku mit Spannungswandler laden

So weit, so gut. Doch um das Fahrrad im Wohnmobil wieder auf Vordermann zu bringen, ist es nötig, den E-Bike-Akku mit einem Spannungswandler zu verbinden. Dabei werden die 12 Volt des Bordstroms in die nötigen 230 Volt Wechselstrom umgewandelt, sodass das herkömmliche Ladekabel für das Bike verwendet werden kann. Trotzdem ist hier Vorsicht geboten. Denn wenn der Spannungswandler – auch Wechselrichter genannt – mangelnde Qualität aufweist, kann dadurch unter Umständen der Akku beschädigt werden.

Um mit dem E-Bike also gut klarzukommen, sollte der Wechselrichter eine Leistung von mindestens 166 Watt aufweisen. Sollen gleich zwei Akkus gleichzeitig damit geladen werden, braucht es auch doppelt so viel Leistung. Hier lohnt sich durchaus, einen Wandler mit einer Leistung von 500 Watt ins Auge zu fassen.

E-Bike mit Solarenergie laden

Ökologische Vorreiter, die häufig mit dem Wohnmobil unterwegs sind, können sich auch überlegen, eine Solaranlage am Caravan zu installieren. Sie sollte mindestens eine Leistung von 200 Watt bieten, um ein Pedelec aufzuladen, für zwei gilt wieder das Doppelte. Zugegeben, günstig ist das Umrüsten nicht gerade. Doch wer unabhängig sein will und vorhat, seine E-Bikes öfter am Wohnmobil aufzuladen, kann durchaus davon profitieren.

Mobiles Ladegerät: E-Bike Akku mit Powerbank laden?

Wer schon einmal eine Radtour gemacht hat, weiß: Je leichter das Gepäck, desto besser! Als Alternative zum etwas unhandlichen Standardladegerät ist es deshalb durchaus lohnend, sich ein mobiles Ladegerät zuzulegen. Es ist kompakter und viel leichter, liefert allerdings etwas weniger Strom, wodurch das Laden länger dauert.

So wie es mittlerweile zahlreiche Powerbanks für Smartphones gibt, ist der sogenannte Range Extender das Pendant für E-Bikes. Er wird am Rad montiert und dient dann als mobiles Ladegerät. Auf diese Weise soll er dann bis zu 50 Prozent mehr Reichweite für das Bike bieten.

Mit anderen mobilen Ladegeräten wie dem Powerbutler kann der E-Bike Akku ebenfalls unterwegs geladen werden. Das Ladegerät benötigt keinen Wechselrichter, sodass es selbst dann benutzt werden kann, wenn gerade kein 230-Volt-Stellplatz in der Nähe ist. Damit ist es möglich, den Akku über eine 12-Volt-Steckdose, den sogenannten „Zigarettenanzünder“, im Auto oder Wohnmobil zu laden. Das Ladegerät passt für die Akkus aller bekannten E-Bike-Hersteller.

Während der Fahrt kann der Akku damit bequem geladen werden, weil die Lichtmaschine des Autos dafür sorgt, dass regelmäßig Strom nacheschoben wird. Der Nachteil: Mit einem 12-Volt-Ladegerät dauert das Laden im Vergleich zu einem 230-Volt-Netzteil leider deutlich länger. Wer jedoch eine längere Fahrt vor sich hat und das E-Bike mitnehmen möchte, ist damit gut bedient.

Wer öfter bzw. länger mit dem E-Bike unterwegs ist, tut also auf jeden Fall gut daran, sich rechtzeitig über die Standorte von Ladestationen zu informieren und sich gegebenenfalls die nötigen Kabel oder mobilen Ladegeräte auch selbst zuzulegen. Mithilfe praktischer Apps lässt sich genau herausfinden, wo die nächste Station ist, um das E-Bike unterwegs laden zu können. Dadurch kann verhindert werden, dass der Akku genau dann schlapp macht, wenn man sich gerade irgendwo im Nirgendwo befindet.