E-Bike-Transport: Tipps für den Transport mit Auto, Zug und Flugzeug

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Oftmals wird es nötig, ein Transportmittel zu transportieren, und dann kann es unter Umständen kompliziert werden. Beim E-Bike scheint es ebenfalls so zu sein, dabei lässt es sich im Grunde fast wie ein normales, unmotorisiertes Fahrrad transportieren. Aber eben nur fast. Worauf beim E-Bike-Transport mit dem Auto, per Bahn oder gar Flugzeug zu achten ist, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Am Auto – einfach auf dem Kupplungs- oder Fahrradträger befestigen, oder?

Prinzipiell ist der Transport am herkömmlichen Fahrradträger ohne Probleme möglich. Einiges sollte man aber im Vorfeld abchecken. E-Bikes sind nämlich schwerer (rund 25 kg) und haben oft auch einen größeren Rahmen. Dafür sind manche Vorrichtungen zu klein oder zu instabil. Informieren Sie sich also zuerst über die maximale Stützlast des Trägers und gegebenenfalls auch der Anhängerkupplung, besonders, wenn Sie mehrere E-Bikes transportieren möchten.

Auf Nummer sicher geht man mit einem speziellen E-Bike-Träger, der umklappbar ist, damit man an den Kofferraum gelangen kann, und der über eine Laderampe verfügt.

Worauf ist beim Verladen zu achten?

Beim Verladen ist prinzipiell zu beachten, dass man bewegliche Teile, insbesondere Akku und Steuerungseinheit, abnehmen und im Inneren des Autos transportieren sollte. Das verhindert, dass sie sich lösen oder durch Witterung zu Schaden kommen können.

Option Fahrradträger bei Regen: schlechte Idee?

Apropos Witterung: es empfiehlt sich ohnehin, wie bereits erwähnt, die beweglichen Komponenten vor allem des Antriebs vor dem E-Bike-Transport abzunehmen und im Auto zu verstauen. Weiters kann man sich beim Händler bezüglich eines Regenschutzes erkundigen, der insbesondere Motor und Akkusteckplatz vor Regen und anderen Einflüssen schützen soll. So kann dem Elektrofahrrad auf dem Fahrradträger auch bei Regen nichts passieren.

E-Bike transportieren ohne Anhängerkupplung

Die meisten Fahrradträger, besonders die fürs E-Bike, werden an der Anhängerkupplung montiert. Was aber, wenn man gar keine Anhängerkupplung am Auto hat? Dann bleiben einem noch die Möglichkeit des Fahrradträgers, den man an der Heckklappe befestigt, oder – bei besonders großen PKWs – das Fahrrad im Inneren des Autos zu verstauen und es mit ausreichend Spanngurten für die Fahrt festzuzurren.

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Natürlich kann man auch eine Anhängerkupplung nachrüsten. Wenn man sie allerdings nur für den Fahrradträger nutzen würde, zahlen sich die Kosten dafür eigentlich nicht aus.

Passt das E-Bike aufs Autodach?

Ohne Anhängerkupplung bleibt beim Transport eines normalen Rades noch der Dachträger als Option übrig. Das ist für E-Bikes allerdings nicht empfehlenswert.

Platz wäre dort oben zwar theoretisch vorhanden und zugelassen ist das Unterfangen auch. Die sperrigen über 20 kg dort hinauf zu hieven und schließlich wieder herunter zu holen, kann aber ziemlich unlustig enden.

Wohnwagen und E-Bike: eine gute Kombi für den E-Bike-Transport?

Gegen den E-Bike-Transport am Wohnwagen spricht rein gar nichts. Man hat die Möglichkeit, die Pedelecs an einem Deichselträger zu befestigen, oder an den Fahrradträger am Heck zu spannen. Auch hier ist darauf zu achten, dass die Elektroräder auch auf die Träger passen, dass die Träger für ihr Gewicht zugelassen sind, und, dass man die Komponenten vor der Fahrt abnimmt.

Im Zug – kein Problem für Pedelecs

Im Zug gestaltet sich der E-Bike-Transport unter Umständen bereits etwas komplizierter als am Auto. Man transportiert das Pedelec (bis 25 km/h Motorunterstützung) im Zug wie ein normales Rad. Sprich, man kauft sich ein Fahrradticket und reserviert gegebenenfalls den Fahrradstellplatz. In manchen Zügen (z.B. in den ICE der Deutschen Bahn) ist die Fahrradmitnahme nicht möglich. S-Pedelecs unterliegen spezielleren Richtlinien und dürfen gar nicht mitgeführt werden.

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Die Webseiten der Deutschen Bahn, der ÖBB und der SBB stellen detailliertere Informationen bezüglich der Fahrradmitnahme in ihren Zügen zur Verfügung.

Egal, welche Zugstrecken Sie gemeinsam mit Ihrem E-Bike zurücklegen, planen Sie genügend Zeit zum Um- und Einsteigen ein. Auf manchen Bahnhöfen müssen Sie das Rad über Stufen tragen, das braucht alles seine Zeit. Außerdem sollten Sie sich im Vorfeld informieren, wo genau am Gleis sich laut Wagenstandsanzeige der Fahrradtransportwagen befindet, damit Sie dann zügig einsteigen können.

Nehmen Sie außerdem bereits vor dem Einsteigen etwaige Packtaschen ab, damit das Verstauen des Rades schließlich kein Chaos ergibt. Den Akku und die Steuereinheit können sie gegebenenfalls abnehmen, falls sich Ihr Sitzplatz in einiger Entfernung zum Fahrradstellplatz befindet.

Im Flugzeug – nur ohne Akku, aber wie?

Der Akku gilt als Gefahrengut, weswegen es untersagt ist, ihn in einem Passagierflieger mitzuführen, auch nicht als Spezialgepäck. Man hat allerdings die Möglichkeit, das Pedelec inkl. Akku im Frachtflugzeug voraus- bzw. nachzuschicken, wobei aber der Akku wiederum als Gefahrengut separat verpackt und für den Transport zertifiziert werden muss.

Manche Airlines bieten auch an, das Fahrrad ohne Akku mitzunehmen. Akkus kann man sich dann vor Ort im Handel ausleihen. Das ist aber alles furchtbar umständlich. Wenn man sich das ersparen möchte und nicht gerade eine Langzeittour mit dem eigenen Elektrofahrrad vorhat, borgt man sich am besten einfach an der Destination ein E-Bike aus.

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Im Nahverkehr – das E-Bike in den Öffis

Im öffentlichen Nahverkehr verhält es sich ähnlich wie beim E-Bike-Transport im Zug, mit dem Unterschied, dass man hier nicht reservieren kann. Man sollte wiederum im Vorhinein in der online Fahrplanauskunft abchecken, ob die Linie überhaupt Fahrräder mitnimmt. Ob man dann einen Platz bei den Abstellplätzen findet, ist wohl je nach Wetterlage und Wochentag Glückssache.

Im öffentlichen Stadtverkehr transportiert man wahrscheinlich das E-Bike seltener, es sei aber darauf hingewiesen, dass es sich auch hier wie bei einem normalen Fahrrad verhält. Ist dieses mitnehmbar, kann man auch das E-Bike mitführen.

Im Fernbus – frühzeitig buchen

Der Transport in Bussen ist nicht immer möglich. Viele Fernbusse bieten diesen Service auf Reservierung an. Da die Plätze aber begrenzt sind, sollte man frühzeitig buchen, um das Pedelec auf die Fernbusreise mitzunehmen. Aber Achtung: nicht alle Fernbusanbieter nehmen Fahrräder überhaupt mit.

Versand per Spedition oder Paketdienst: E-Bike transportieren lassen

Beim E-Bike-Transport in Form des Versands stehen einem Transportfirmen mit Rat, Tat und Service zur Seite. Die richtige Kennzeichnung und Verpackung ist für den Versand von Pedelecs ein Muss und Informationen dafür stellen die Speditionsfirmen zur Verfügung. Meistens ist es auf jeden Fall so, dass man den Akku abnehmen und offene Kontakte abkleben muss.

Für den Akku gilt weiters, dass man ihn nur unbeschädigt transportieren darf und so verpacken muss, dass er sich in der Verpackung nicht bewegen kann. Spezialverpackungen, die das gewährleisten, gibt es bei kompetenten Fachhändlern.

Übrigens ist auch der Versand per Bahn möglich.

Abschließend lässt sich sagen, dass der E-Bike-Transport sich gar nicht so stark vom Transport eines normalen Fahrrades unterscheidet. Wichtig ist nur, dass Sie im Hinterkopf haben, dass das eventuell nötig werdende Tragen anstrengend werden kann, und, dass die elektronischen Komponenten geschützt werden sollten. Gerade beim Akku ist einige Vorsicht geboten. Er wird meist separat (oder wie im Falle des Flugzeuges sogar gar nicht) transportiert.